Banner Home  -   Aktuelles  -   Über mich  -   Galerie  -   Angebot  -   Pferde  -   Gestüt  -   Anreise  -   Wissen Linie

Schnellnavigation:

  1. Geschichte des Westernreiten 
  2. Geschichte des Pleasure Drivings
  3. Geschichte des Barocken Reiten
  4. Barfußhaltung
  5. Herdenhaltung
  6. Pferderassen bei uns
  7. Sättel


Geschichte des Westernreitens:

Westernreiten ist eine abgeleitete Form der Arbeitsreitweise der Cowboys und der spanischen Vaqueros. Es können alle Pferde- und Ponyrassen im Westernstil ausgebildet und geritten werden.

Der Sattel mit Horn und hohem hinteren Rand (cantle) bietet auch bei schnellen Wendungen eine große Sicherheit. Das sogenannte Snaffle Bit (gebrochenes Gebiss - Wassertrense) wird beidhändig geritten. Die gebisslose Zäumungen wie die Western-Hackamore. Das Bosal ist ein oval geformtes starres Geflecht aus Rohhaut, welches auf der Nase des Pferdes liegt. Hieran wird unter dem Kinn die Mecate, ein aus Mähnen- oder Schweifhaar geflochtenes Seil, geknotet. Die Signalgebung erfolgt durch Zupfen der Mecate und andererseits durch Anlegen des äußeren Zügels. Diese Signalgebung muss immer mit gleichzeitigen Schenkel- und Gewichtshilfen einhergehen.

Ein Westernpferd muss möglichst eigenständig arbeiten und auf kleinste Gewichts- und Schenkelhilfen reagieren. Hut, Jeans und Stiefel sind ein Must-have bei jedem Turnier.

Eine solide Ausbildung erzielt man durch das Üben von Basiselementen. Das Reiten von Show-Highlights wie der Western-Dispziplin Reining ist die in Europa momentan populärste Disziplin. Sie enthält viele rasante Lektionen in Galopp, die in präziser Ausführung geritten werden müssen, gemischt mit Tempowechseln, Drehungen (Spins), Stopps (Sliding Stop) und Rückwärtsrichten (Back up).

Beim Trail werden exakte Bewegungen des Pferdes beim Überwinden von Geschicklichkeitsaufgaben gefordert, wobei Gelassenheit und Vertrauen des Pferdes zum Reiter sichtbar werden sollen. Es werden Situationen auf dem Trail (Wanderritt) simuliert. Hierbei ist es wichtig, dass sich das Pferd selbstständig arbeitet.

Pleasure wird in Gruppen geritten, bei der die drei Grundgangarten (Schritt/Walk, Trab/Jog, Galopp/Lope) am angemessen losen Zügel geritten werden. Wie der Name sagt, soll es ein Vergnügen sein. Ein gutes Pleasurepferd trägt den Kopf in natürlicher Selbsthaltung entspannt aber dennoch aufmerksam. Die Übergänge sollen mit fast unsichtbaren Hilfen des Reiters erfolgen.

In der Western Horsemanship werden die Leistungen des Reiters beurteilt. Die verlangte Aufgabe muss sehr exakt ausgeführt werden, was auch eine enorme Kontrolle des Pferdes voraussetzt

 

 

Geschichte des Pleasure Drivings:

Pleasure Driving (deutsch: Fahrvergnügen) ist eine Disziplin aus Amerika, die man noch nicht so häufig in Europa sieht, aber immer mehr Anhänger findet. Zum Pleasure Driving wird das Pferd vor einen leichten, ungebremsten Wagen gespannt und in verschiedenen Gangarten (Walk, Trot und Extended Trot) präsentiert.

Die Ausrüstung ist nicht zu aufwendig: Ein leichtes Brustblatt, Geschirr und ein leichter ein- oder zwei-achsiger Wagen werden benötigt, damit der Fahrspaß beginnen kann.

Ebenfalls zu dieser Kategorie gehört das Obstacle Driving (deutsch: Hindernisfahren), bei dem auf Zeit diverse Tore, die mit Hütchen dargestellt sind, durchfahren werden müssen.

 

Geschichte des Barocken Reiten:

Die Klassische Reitweise wie beim Western Reiten ist vielfältig und richtet sich nach den Möglichkeiten und Talenten des Pfebrockreitenrdes. Basierend auf der 200-jährigen Militärgeschichte war schon damals dem Soldat bewusst, dass er mit einem gewandten und geschmeidigen Pferd größtmögliche Überlebenschancen hatte.

Ausbildungsziel ist eine schwungvolle Losgelassenheit ohne Zwang im Takt mit  Anlehnung am Zügel für Versammlung und Geraderichten. Die Leichtigkeit ist Basis für die Harmonie zwischen Pferd und Reiter, wodurch das Reiten zum Vergnügen und Erlebnis wird. Korrektes Gymnastizieren arbeitet die energische und geschmeidige Federnde Kraft der Hinterhand heraus, gleicht die „natürliche Schiefe“ aus und baut gezielt die Muskulatur durch sich-steigende-Übungen auf. Die Nasenlinie des Pferdes soll sich in der Senkrechten leicht nach vorne gerichtet befinden.  Harmonie bedeutet, die Übungen voll Energie ohne jegliche Verspannungen und Blockaden in Muskel und Gelenken auszuführen. Schaum flockt am Maulwinkel, das Auge ist wach! Dann versteht das Pferd die Arbeit als abwechslungsreiches Spiel.  Besonders das klassische Reiten ist kein Sport, sondern eine Kunst, die sehr viel Geduld erfordert.

„Theorie ist das Wissen, Praxis das Können. Stets aber soll das Wissen dem Handel vorausgehen.“
(Alois Podhajsky)

Voraussetzung ist endlose Geduld und beharrliches Üben, sowie ein äußerst fein ausgebildetes Körpergefühl und eine weiche, gefühlvolle Hand. Der Sitz bildet die Verbindung zwischen Pferd und Reiter und bestimmt dadurch die Qualität des Reitens. Die wahre Liebe zum Pferd ist ein unverzichtbarer Grundsatz. Lob und Belohnung des Pferdes für gute Mitarbeit sind eine Selbstverständlichkeit, um Arbeitsfreude und Selbstbewusstsein des Pferdes zu stärken.
Kompetenz heißt Wissen, Erfahrung, praktisches Können und Feingefühl. Je geringer die Kompetenz, desto größer ist die Neigung, Kraft, Gewalt und allerlei Hilfsmittel anzuwenden. Es zählt nicht der schnelle Erfolg, sondern geduldiges Arbeiten und die Gesundheit des Pferdes.

Lektionen der Hohen Schule sind Piaffe, Passage, Pirouette, Traversale, Zirzensiche Lektionen (Kompliment und Knien, Liegen, Sitzen, Spanischer Schritt und Steigen kräftigen die Muskulatur von Brust- und Schultergürtel, von Rücken, Bauch und Hinterhand und stärken Bänder und Sehnen. Touchiergerte und Leckerlis sind wichtige Utensilien.)

Die Traversale ist barockreiten02eine Vorwärts-Seitwärtsbewegung des Pferdes sowohl in Trab als auch in Galopp, mit gleichzeitiger Stellung des Pferdes in die Verlaufsrichtung. Idealerweise sollten sich Pferd und Reiter entlang einer gedachten Diagonale parallel zur jeweils langen Seite fortbewegen. Während der Traversale ist das Pferd um den inneren Schenkel des Reiters gebogen und in die Bewegungsrichtung gestellt. Merkmal der Traversale ist das das Überkreuzen der Beine, wobei die Vorderhand des Pferdes stets ein wenig der Hinterhand vorausgeht. Der Reiter belastet den inneren Gesäßknochen verstärkt. Der jeweils innere Schenkel liegt am Gurt. Der äußere Schenkel des Reiters liegt verwahrend hinter dem Gurt. Er sorgt für die Vorwärts-Seitwärtsbewegung desPferdes entlang der Diagonalen. Während der innere Zügel leicht seitwärts einwirkt, begrenzt der äußere Zügel die Stellungdes Pferdes. Beendet wird die Traversale nach erreichen des gewünschten Bahnpunktes durch ein geradeausrichten des Pferdes.

Häufigste Fehler in der Traversale

barockreiten03Die Levade wird auch als Schule über der Erde bezeichnet. Bei der korrekten Levade erhebtdas Pferd bei gesenkter Kruppe die Vorderhand nur in einem Winkel von 30°, geht die Erhebung über 40° hinaus, handelt es sich um das Steigen, was dem Pferd ziemlich schnell als Show-Effekt beigebracht wird.

Gustav Steinbrecht ist der Vater der deutschen Reitlehre. Sein Buch „Das Gymnasium des Pferdes“ ist ein Standardwerk. „Durch den langen, intimen Umgang mit seinem Meister wird das Pferd unendlich intelligent und aufgeweckt, da es so viel zu lernen hat und fo#rtdauernd angehalten wird, den leisesten Wink des Reiters zu beachten. Es werden seine geistigen Kräfte mit denen des Körpers gleichmäßig geübt, sodass es in dem Grade anhänglich und zutraulich wird als es an Fertigkeiten in seinen Schulen zunimmt. Man vergesse nie, dass die Dressur eine geregelte Gymnastik, aber keine Zwangsmethode sein soll. Der Körper de Pferdes soll nicht auf einmal in die gewünschte Form hineingepresst werden, sondern allmählich befähigt werden, dieselbe zwanglos anzunehmen.“

 

Barfußhaltung:

Diese hufeisenlose Haltung ist mit hoher Sicherheit die natürlichste und gesündeste Art der Pferdehaltung. Jedoch muss auch der Huf grundsätzlich dafür geeignet sein. Bei einer etwaigen Umstellung sind einige Dinge zu beachten. So gilt es auch, die Intensität und die Art des Reitens zu beachten. Wachstum und Abrieb halten sich bei unseren Pferden im Gleichgewicht.

Der Huf darf sich nämlich nur soviel abnützen, wie auch wieder nachwächst. Bei den wechselnden Untergründen wie Sandplatz, Wald- und Wiesenwege, Schotterwege, usw. hat sich bei der Freizeitreiterei die Barfusshaltung aus unserer Sicht und Erfahrung bestens bewehrt.

 

 

Herdenhaltung:

Zum Sozialverhalten der Pferde ist zu sagen, dass die Pferde in einer Herde leben und sich nach einer Rangordnung verhalten. Ohne Herde ist das Pferd nichts! Herdenverband bedeutet (Über)leben.

Bei Wildpferden ist das Alphatier fast immer eine Stute. In der heutigen Herdenhaltung gibt es eine Alpha und Beta, die durch ständigen Streit gewährleisten, dass nur ein Pferd mit höchsten Qualifikationen an der Spitze herdenhaltungbleibt. Nummer drei der Rangordnung ist die klügste, kann sich aber körperlich nicht durchsetzen. Sie ist aber mit Nummer 1 befreundet. Am untersten Ende steht Omega. Dieser ist dafür verantwortlich, die Spannungen und Ängste innerhalb der Herde zu lösen. Stuten bilden in der Herde eine geschlossene Gruppe, die von einer Leitstute angeführt wird. Bei Pferden, die nur in den Boxen stehen, kommt es nun zu keinem nennenswerten Sozialkontakt.

Die Weidesaison geht ganzjährig, je nach Witterung und Bodenverhältnissen. Die Kräuterwiesen werden eröffnet, wenn die optimale Grashöhe erreicht ist.

Alle neuen Pferde werden langsam in die neue Herde eingewöhnt. Nach der ersten Kontaktaufnahme wird von der Herde erkannt, dass es sich um einen fremden Geruch handelt und somit erst einmal ausgestoßen. Es ist dadurch zu erkennen, dass die Leitpferde das fremde Pferd angreifen. Durch genügen Platz etwa werden allerdings Verletzungen vermieden. Erst wenn nach Tagen der Geruch des neuen Pferdes bekannt ist, reduzieren sich die Scheinangriffe. Es wird nur noch von den Leitpferden geprüft ob die Neuen zurückweichen. Wichtig ist auch, zu beobachten, wie sich der Neuzugang integrieren kann.

Im Gestüt Kollecker dürfen die Tiere immer raus, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Doch Pferde bewegen sich nicht nur gerne, sie sind auch Dauerfresser. Jahrtausendelang zogen Pferde in Herden über die Steppen, immer auf der Suche nach Nahrung – bis zu 18 Stunden am Tag. Diese Lebensweise können wir ihnen heute nicht mehr bieten. Aber trotzdem sorgt der verantwortungsbewusste Halter dafür, dass Pferde möglichst artgerecht gehalten werden. Heu, denn der Magen der Pferde braucht immer etwas zur Verdauung.

In unserer Herde gibt es einen sozial gefestigten Herdenführer und eine erfahrene Leitstute, damit nach der Integrationszeit in der Box bzw. beim stundenweisen Zusammenleben mit den anderen Pferden kein unnötiger Stress für das Tier besteht. Pferde brauchen viel Bewegung, damit Gelenke und Kreislauf gesund bleiben. Am Anfang der Vegetationsperiode ist meist zu viel Gras vorhanden, deswegen wird es bei uns vor dem Weidegang abgemäht.

 

 

Pferderassen bei uns:

Araber

Der Araber ist wohl das berühmteste Pferd überhaupt, nicht zuletzt wegen araber seiner Schönheit, Eleganz und seinem gefügigen Temperament. Die Ursprünge liegen in den Stammvätern kleiner, sehr schneller Wildpferde in orientalischen Wüsten und Trockensteppen. Von Assyrern und Ägyptern gezüchtet, brachte Mohammend vor 3500 Jahren den Vollblutaraber dank seines genialen Verständnisses für Rein- und Leistungszucht zu seiner einzigartigen Qualität.

Aussehen: Ein schönes, durch seine einzigartige Ausstrahlung ansprechendes Pferd mit einem Feinen Kopf – Araberknick, hoch angesetzter schön getragenem Hals mit feinen, trockenen Gliedmaßen. Farben: meist Schimmel, daneben Braune, Füchse und selten Rappen.


National Show Horse

Die neue Rasse aus den USA. Sie ist eine Mischung aus dem edlen Vollblutaraber und dem imponierenden national show horseAmerican Saddlebred, das neben dem Isländer ein Fünfgänger ist. Saddlebreds wurden stets auf Rittigkeit und Härte ausselektiert. Es war das Pferd des amerikanischen Bürgerkriegs und der altenamerikanischen Geldaristokratie des Südostens.

Das National Show Horse darf maximal einen Blutanteil von 75% Saddlebred erreichen. Der Blutanteil des Vollblutarabers ist nicht limitiert.

Das National Show Horse soll von eleganter Figur sein, einen feinen, edlen Kopf und große, sprechende Augen haben. Dazu noch elegant geformte Ohren, mit schön geschwungenen, sehr gut und hoch angesetzten, langen Hals, einer guten Sattellage und einem angenehmen Widerrist mit langer, gerader Kuppe. Hohe raumgreifende Beinaktionen sind erwünscht. Die Töltveranlagung kommt vom American Saddlebred.

Es hat einen freundlichen Charakter und ist als Reit-, Fahr- und Turnierpferd leicht zu handhaben.

Weitere Rassen bei uns:

 

Sättel:

Der Westernsattel:

Westernsättel werden im Westernreiten und zunehmend auch im Freizeitreiten eingesetzt. Der Westernsattel ist eine Weiterentwicklung der Sättel der Konquistadoren. Er bestand ursprünglich western sattelaus einem mit Rohhaut überzogenen Holzbaum und einem Aufbau aus Leder, das häufig zur Verzierung reichlich punziert ist. Neuere, günstige Modelle werden auch mit Kunststoffbäumen und Leder- oder Kunststoffaufbauten gefertigt.

Durch seine große Auflagefläche, die das Gewicht gut auf dem Pferderücken verteilt und seine Sitzform für den Reiter ist der Westernsattel gut geeignet für lang andauernde Ritte. Traditionelle Westernsättel sind allerdings sehr schwer (<10kg), weshalb seit dem späten 20. Jahrhundert Sättel entwickelt wurden, die das Grunddesign durch den Verzicht auf Entbehrliches und dem Einsatz von leichten Werkstoffen modifizieren, um das Eigengewicht zu senken.

Die Passform auf dem Pferd wird größtenteils durch die Höhe und Weite der Kammer (Gullet), die Winkelung sowie die Längswölbung und Verdrehung (Twist) über die Längsachse des Sattelbaumes bestimmt. Das charakteristische Horn vorne am Sattel diente ursprünglich als Festpunkt des Lassos, wenn Rinder vom Pferd aus mit dem Lasso gefangen wurden. Heute gehört das Horn traditionell zum Westernsattel. Als Polster zwischen Pferd und Sattel dient beim Westernsattel ein Westernpad.


Der Western-Ladies-Side Saddle (Damensattel):

Eine spezielle Untergruppierung ist der Western-Damensattel. Im Damensattel sitzt die Reiterin in Seitsitz, das heißt mit beiden Beinen auf einer Seite – normalerweise links – am Pferd. Bereits im Altertum sind Menschen im Seitsitz geritten. Vorfahren des Damensattels waren Sitzkissen und einfache Holzgestelle mit Trittbrettchen. So konnte jedoch nur Schritt geritten werden, da es keinen geeigneten Sattel gab. So gibt es beispielsweise Darstellungen der keltischen Göttin Epona im Seitsitz.


Der Wanderreitsattel:

Der Wanderreitsattel findet vor allem bei mehrtägigen Wanderritten Verwendung. Er muss großflächig auf dem Pferd aufliegen, um auch bei langen Aufenthalten im Sattel keinen Druck zu erzeugen. Zusätzlich muss er hinreichend Möglichkeit zur Befestigung von Gepäck bieten. Alte Militärsättel werden gerne als Wanderreitsättel verwendet, die modernen Vertreter sind allerdings um einiges leichter.

 

 

Zum Anfang der Seite

Linie
Kontakt  -  Gästebuch  -  Impressum